Archiv für November, 2007


veröffentlicht: 30. November 2007

Spanische Verkehrsregeln

Wer sich im Urlaub, oder aus anderen Gründen länger in Spanien aufhält und dabei ein Auto benutzen möchte, sollte sich unbedingt mit den spanischen Verkehrsregeln vertraut machen. Die sind nicht immer so locker, wie man es nach der dortigen Lebensart vermuten würde.
Um sich detaillierte Informationen zu bersorgen, empfielt es sich, die Homepage das ADAC zu besuchen.

Anschnallen
Wer auf einem Sitz mit Sicherheitsgurt sitzt, muß sich auch anschnallen. Sonst erhält man schnell eine Strafe von bis zu 300 € (pro Person!).

Handys im Auto
Genauso wie in Deutschland ist das Telefonieren mit Handys ohne Freisprechanlage untersagt. Auch Kopfhörer sind verboten. Hier sind 90 € und mehr fällig.

Kreisel
Im spanischen Kreisel hat immer derjenige Vorfahrt, der sich im Kreisel befindet, kein rechts vor links.

Abschleppwagen
Wer liegen geblieben ist, darf sich nur von einem offiziellen Abschleppwagen abschleppen lassen. Hilfe durch einen Privat-PKW wie hierzulande ist strengstens untersagt. Trotzdem ist es empfehlenswert, sich über den Preissatz zu informieren. Hier gibt es erhebliche Schwankungen.

Parken
Auf keinen Fall sollte man sich in Spanien auf gelbe Markierungen am Fahrbahnrand stellen. Die signalisieren Parkverbot (Muster können variieren: zick-zack-Linien oder durchgezogene). Bei blauen Linien muß man auf jeden Fall eine Parkgebühr entrichten.

Vorsicht beim Tanken
Das das Rauchen beim Tanken veboten ist, versteht sich von selbst. Aber Achtung: Auch wer sein Handy oder das Autoradio anläßt wird gerne einmal zur Kasse gebeten.

Kindersitze
Kinder unter drei Jahren, müssen einen Kindersitz für sich haben, der an ihre Körpermaße angepasst ist. Kinder über drei Jahren, die kleiner als 1,50 m sind sollten, wenn vorhanden auch einen benutzen. Falls nicht reicht das normale anschnallen.

Alkoholkonsum
Wie in Deutschland gilt in Spanien die 0,5 Promille-Grenze. Besonders auf Mallorca, wo Alkoholkonsum nicht gerade eine Seltenheit ist, wird verstärkt auf Einhaltung des Grenzwertes überprüft. Das ist bei einer jährlich steigenden Zahl von Verkehrstoten auch sinnvoll.

Das Warndreieck
Bei einem Unfall muss der spanische Autofahrer zwei (!) Warndreiecke platzieren: 30 m vor und hinter der Unfallstelle. Diese Vorschrift wurde jedoch aufgrund zahlreicher Proteste gelockert. Unfallteilnehmer aus dem Ausland, in deren Heimatland nur ein Warndreieck Pflicht ist, werden künftig nicht mehr geahndet, wenn sie nur eines aufstellen.

Allgemeines Überholverbot
Schwierig einzuschätzen: Kann man einen Straßenverlauf nicht auf 200 Metern einsehen (wg. Kurven, Hügelkuppen o.ä.), gilt ein allgemeines Überholverbot.

Warnwestenpflicht
Fahrer sämtlicher Fahrzeugklassen müssen, sollten sie in einen Unfall verwickelt werden, beim Verlassen des Fahrzeugs eine reflektierende Warnweste tragen. Diese meist gelb- oder orangefarbenen Westen müssen der EN 471 entsprechen und kosten ca. 8 €.

Allgemeine Ausrüstung
Neben Warndreiecken muss jeder Wagen in Spanien Ersatzreifen, einen Wagenheber, Ersatzbirnen und jede Art von Werkzeug zum Radwechsel mit sich führen. Zusätzlich zum üblichen Führerschein und Fahrzeugschein braucht man noch eine TÜV-Bestätigung und die entsprechende Versicherungspolice. Bei Verkehrskontrollen wird jedes fehlende Teil einzeln geahndet. Verbandkästen sind nicht vorgeschrieben.
Achtung: Bei Mietwagen fehlt häufig so ziemlich alles, am meisten die TÜV- und Versicherungspapiere. Warndreiecke sind auch eine Seltenheit.

Brillenträger
Jeder Brillenträger muss bei Kontrollen eine Ersatzbrille vorweisen können.

Geschwindigkeitsbeschränkungen
Auf der spanischen Autobahn gilt 120 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Auf Landstraßen 90 km/h, üblicherweise wird hier aber auch bis 120 km/h gefahren. In Ortsgebieten verhält es sich genau wie in Deutschland: 50 km/h auf normalen Straßen, in Wohngegenden zum Teil 30 km/h.

Vorsicht bei Linksabbiegern
Manchmal kommt es vor, dass sich von links kommende Fahrzeuge über eine spezielle Einfädelungsspur rasant auf die rechte Seite einfädeln. Zwar haben diese „Einbieger“ keine Vorfahrt, aber oft spiegelt sich das im Fahrstil nicht wieder.

veröffentlicht: 28. November 2007

Senioren auf Mallorca

Der deutsche Sommer ist ja bekanntermaßen nicht immer der schönste; und ähnliches kann man wohl auch vom schmuddligen Herbst- und Winterwetter behaupten. Genau um diesem Ärgerniß zu entkommen zieht es jedes Jahr rund 20.000 deutsche Senioren und Seniorinnen nach Mallorca zum Überwintern. Auch die Reiseindustrie hat entsprechend auf diesen finanzstarken Trend reagiert. In Zeiten der Arbeitslosigkeit und gesunkener Einkommen liegen die meisten Ersparnisse eben in den Händen älterer Menschen.

Große Reiseveranstalter wie die TUI oder etwa Neckermann, sowie z.B. die Fluglinie LTU bieten in ihrem Programm bereits spezielle Tarife für ältere Herrschaften an. Mallorca liegt wegen seines milden Winterklimas und wegen der stark deutschen Besiedelung (etwa in Peguera, Platja de Palma) ganz weit oben auf der Wunschliste zum Überwintern. Ein weiterer und vielleicht entscheidender Vorteil ist die ausgezeichnete Versorgung mit deutscher Hightechmedizin und deutschen Ärzten vor Ort. Und genau hier liegt ein Knackpunkt: Die zum Teil hohen anfallenden Arztkosten werden nicht immer von den Krankenkassen übernommen und viele Patienten müssen ihre Rechnungen zum Teil selbst begleichen. Genau das gleiche liegt bei den Pflegediensten vor. Auch wenn von rechts wegen Pflegegeld auch an im Ausland lebende Deutsche ausbezahlt werden muß, reicht es meist für nicht viel mehr als 50 % der anfallenden Kosten.

Eine bequeme Lösung bietet hier Es Castellot, eine Einrichtung für betreutes Wohnen der deutschen Diakonie. Auf der schönen Anlage in Santa Ponca gibt es für 1.200 – 2.800 € alles was das Seniorenherz begehrt. Neben Kost und Logis wird man dort auch physiotherapeutisch betreut und kann so auf Mallorca Wandern, sowie Sprachkurse und Diskussionsrunden besuchen. Alle normalen Pflegeleistungen können direkt vor Ort bezogen werden. Wer sich nicht sofort entscheiden mag, darf auch gerne einmal zur Probe wohnen.

Siehe auch: Mallorca aktuelles Wetter

veröffentlicht: 22. November 2007

Autofahren auf Mallorca

In Palma, der Stadt mit dem größten Verkehrsaufkommen gibt man sich am besten konzentriert aber locker dem fließenden Verkehr hin. Wichtig ist: Die Autos halten selten wegen Fußgängern auf Mallorca. Oft werden auch rote Ampeln einfach nicht beachtet. Wenn Sie als ampeltreuer Deutscher anfangen bei Gelb zu bremsen, ist die Gefahr eines Auffahrunfalls durchaus wahrscheinlich. Beim Bremsen immer den Rückspiegel benutzen.

auto mallorcaUnbedingt an die Regeln halten
Achten Sie darauf, sich immer anzuschnallen, auch wenn Polizisten das bei sich selbst oft vernachlässigen. Schnell sind Bußgelder fällig und Diskussionen sind bei spanischen Ordnungshütern genauso wenig beliebt wie bei den deutschen Kollegen. Auch beim Parken sollte man auf die korrekte Einhaltung der Parklücke achten. Zum Beispiel ist man in Palma schnell 60 € los, wenn man auch nur zu einem kleinen Teil in der Lieferzone parkt. Die Ausrede, man habe kein Bargeld dabei zieht bei den Ordnungshütern nicht. Gerne wird man zum Hotel oder nächsten Bankautomaten eskortiert.

Bedenken Sie immer, daß die Verkehrsregeln auf Mallorca wesentlich strenger sind als in Deutschland.

Siehe auch: Verkehrsregeln Spanien